 | Der Nahe Osten ist gegenwärtig durch einen regelrechten Ordnungszerfall gekennzeichnet. Vor dem Hintergrund der Gemengelage regionaler Konfliktstrukturen, die sich in einer Reihe von Bürgerkriegen entladen, etabliert sich der „Islamische Staat“ (IS) als „dschihadistisches Staatsbildungsprojekt“ mit der Vision, alle Muslime in einem salafistisch geprägten Großreich zu vereinen. Die Ablehnung der regionalen wie der internationalen Ordnung, die weltweite terroristischen Aktivitäten sowie die Rekrutierung von Kämpfern auch in den westlichen Staaten oder in Russland machen den IS zu einer internationalen Bedrohung. Der vorliegende Beitrag analysiert Strukturmerkmale und Ideologie des IS und bilanziert die bisherigen Maßnahmen zu seiner Bekämpfung. |