 | Kaum fünf Monate nach den Juniwahlen sind am 1. November etwa 57 Mio. stimmberechtigte Bürger der Türkei erneut dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Staatspräsident Erdogan hatte Neuwahlen ausgerufen, nachdem zähe Verhandlungen zwischen der regierenden islamisch-konservativen „Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung“ (AKP) und der oppositionellen, säkular-nationalistischen „Republikani-schen Volkspartei“ (CHP) gescheitert waren. Bei den Wahlen am 7. Juni hatte die AKP nach 13 Jahren erstmalig die absolute Mehrheit im Parlament verpasst und war daher darauf angewiesen, einen Koaliti-onspartner zur Regierungsbildung zu finden. |